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InterFaith-Wochenende nach Himmelfahrt 2012

 


Erhard Graf ist Pastor in Klein Wesenberg


 

So kam die Nordkirche zu ihren allerersten internationalen Preisen

 

ERHARD GRAF

 

Dürfen wir schon acht Tage vor dem Gründungsfest der Nordkirche als offizielle Mannschaft dieser neuen Kirche zum 4. Inter­Faith nach Luxemburg fahren? Die amtliche Antwort aus Kiel, ein klares Ja.

 

Zunächst sei noch kurz erklärt, wie Inter­Faith zu verstehen ist. Der englische Begriff "InterFaith", kann wohl am treffendsten mit "zwischen dem Glauben" oder "zwischen den Religionen" übersetzt werden. Dabei kommt es nicht vordringlich zum Dialog über die jeweils unterschiedliche Glaubensform, sondern es geht zunächst um die respektvolle Anerkennung der jeweils Andersgläubigen.

 

Im Rahmen des "ING europe-marathon" in Luxemburg-Stadt fand am 19. Mai 2012 der 4. Internationale Lauf von Geistlichen und Repräsentant/Innen der Weltreligionen statt. Erneut hatte der 14. Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt von Tibet und Friedensnobelpreisträger die Schirmherrschaft übernommen. Durch sein weltweites Engagement für die Harmonie zwischen den Religionen verleiht er dem InterFaith-Marathon eine globale Dimension. So diente dieser besondere Lauf der Verständigung und dem Miteinander der Religionen. Über 50 Vertreter des Islam, des Christentums, des Sikhismus, des Jainismus, des Buddhismus und des Hinduismus feierten beim InterFaith in Luxemburg die Einheit der Religionen in ihrer Vielfalt.

 

Ein Höhepunkt neben der Teilnahme am Nachtmarathon war das interreligiöse Friedensgebet, zu dem alle Läuferinnen und Läufer vor dem Start eingeladen waren.

 

Den InterFaith-Teilnehmern aus England, Holland und Deutschland boten über 20 freundliche Luxemburger Gastfamilien kostenlos Kost und Logis. Gemeinsam haben die InterFaithler auch in diesem Jahr wieder für die Stiftung Weltethos Geld gesammelt oder dazu eine Kollekte aus ihren Heimatländern überwiesen.

 

Im Rampenlicht stand sicher Fauja Singh, der noch mit 101 Jahren an Marathon-Veranstaltungen teilnimmt und den Top-Ten-Läufern wieder die Show stahl. Trotz der Nähe zur Grenze gab es nur ein sehr kleines deutsches Teilnehmerfeld.

 

Das weit angereiste sportliche Quartett der Nordkirche, setzte sich zusammen aus der Synodalen Christine Böttger, der Gemeindesekretärin Ulrike Klimitz und Kerstin Döscher, alle drei im regelmäßigem Lauftraining beim Spiridon Club Bad Oldesloe sowie dem Pastor und Gelegenheitsläufer Erhard Graf aus Klein Wesenberg. Die hügelige Halbmarathonstrecke quer durchs Stadtgebiet und eine schwüle Gewitterluft ließen keine neuen norddeutschen Flachstrecken-Rekorde zu. Die anderen Starter hatten mit diesen Bedingungen noch mehr Probleme und so konnten mit einem Abstand von 10 Sekunden die beiden Siegerpokale des InterFaith 2012 auf der Halbmarathonstrecke gewonnen werden. Die Preisverleihung wurde natürlich für ein Siegerfoto mit Fauja Singh genutzt.

 

Im kommenden Jahr findet am 11. Mai der 5. InterFaith in Luxemburg statt. Vielleicht merken sich einige Repräsentanten der Nordkirche diesen Termin nicht nur vor, sondern melden sich auch beim InterFaith Organising Team verbindlich zur Teilnahme an.

 

Unter www.interfaith.lu/if_homed.htm sind alle weiteren Informationen zu finden.

Auskünfte dazu gibt es auch im Kirchenbüro Bad Oldesloe.

aus: „Evangelische Stimmen“, Juni 2012

 


Das Quartett aus der Nordkirche

Fauja Singh war Sieger des Laufs (ganz rechts)