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Hamberge wächst, die Kita auch


Bürgermeisterin Karin Dettke und Bürgermeister Paul Friedrich Beeck spielen bei der Einweihung mit den Jüngsten in der Kindertagesstätte. Emma, Leonie und Klara (von links - Foto fsh)


 

von Frauke Schlüter-Hürdler

 

Komplettes Gebäude für 295.000 Euro umgebaut und modernisiert

Bedarf nach wie vor hoch

Zwei Erzieherinnen gesucht

 

Hamberge. Von wegen geburtenschwache Jahrgänge! Gerade wurde der Ev. Regenbogen-Kindergarten umgebaut. damit zehn Klippenkinder einen neuen Gruppenraum bekommen - schon schaut Hamberges Bürgermeister Paul Friedlich Beeck nachdenklich in die Zukunft. Denn wider aller Statistiken, die 35 Geburten in Hamberge und Wesenbergs Ortsteil Ratzbek im Jahre 2014 prophezeien, hat der Bürgermeister bereits jetzt eine Geburtenzahl von 61, für 2015 sogar von 69 errechnet. "Wir sind eine freundliche, offene Gemeinde, die alles für junge Familien bietet", glaubt Beeck den Grund für die positive Entwicklung zu kennen.

 

"Vielleicht liegt es daran, dass wir eine tolle Gemeinschaft sind und hier das komplette Angebot für Familien haben - inklusive ausgewiesener Neubaugebiete." Hamberge verzeichne viele Zuzüge junger Familien. Außerdem finde in den Häusern, die in den 70er Jahren errichtet wurden, gerade ein Generationswechsel statt. Der Bürgermeister ''Wir werden wahrscheinlich in den nächsten Jahren den Kindergarten nochmals erweitern müssen." Die einzügige Grundschule mit zur Zeit über 80 Kindern habe aber genug Kapazitäten, um die Kinder aufzunehmen.

 

Der Regenbogenkindergarten feierte seinen Umbau mit Gottesdienst und Besuch von Propst Dr. Klaus Kasch. Wesenbergs Bürgermeisterin Karin Dettke und Paul Friedrich Beeck durchschnitten das symbolische Band. Für 295.000 Euro wurden das komplette Gebäude aus den 70er Jahren modernisiert und umgebaut. So entstand ein großer, heller Krippenraum für die Kinder unter drei Jahren mit allen Anforderungen wie kindgerechte Toilette und neue Küche. ''Wir nehmen alle Kinder auf, auch die unter Einjährigen", betont Kindergartenleiterin Sylvia Klafack.

 

Im Obergeschoss, bisher nicht genutzt, entstanden ein Gruppenraum für die Drei- bis Sechsjähriqen sowie ein großer Bewegungsraum. In zwei Gruppen werden 43 Kinder betreut plus ab Januar zehn Krippenkinder. "Wir suchen noch zwei Erzieherinnen für die Kleinsten, unsere Wichtelgruppe, die unser Sechser-Team ergänzen", sagt Sylvia Klafack.

 

Wesenbergs Ortsteil Ratzbek hat zwei, Hamberge acht Plätze in der Krippe. 140.000 Euro Zuschuss vom Kreis Stormarn gab es für den Umbau, die beiden Gemeinden beteiligten sich mit insgesamt 160.000 Euro, wovon Ratzbek als kleinere Gemeinde 32.000 Euro in den Topf zahlte.

 

Der Bedarf an Kita-Plätzen sei nach wie vor hoch - besonders eine Ganztagsbetreuung werde von vielen berufstätigen Eltern gewünscht. Beeck: 'Vor ein paar Jahren haben wir hier nur zwölf Mittagessen serviert, inzwischen sind es fast 50 geworden." Die Leiterin freut sich, dass sie bei der Wahl der Spielgeräte und der Ausstattung in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister "aus dem Vollen schöpfen" konnte. Einziger noch offener Wunsch: "Wir könnten für das Außengelände noch ein Spielgerät gebrauchen."

aus: Stormarner Tageblatt“ vom 26. November 2012