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Frühjahrsputz auf dem Ehrenfriedhof




 

Baumbestand zurückgeschnitten

 

KLEIN WESENBERG. Der Ehrenfriedhof neben der Wesenberger Kirche wurde bereits um 1920 angelegt. Dazu gab es im Lübecker Generalanzeiger sehr emotionale Artikel und einen Leserbrief.

 

Die Entwurfszeichnungen sowie die Spendenübersichten und alte Fotos dazu befinden sich im Archiv der Kirchengemeinde.

 

Zum Kirchspiel Klein Wesenberg gehören bis heute die Orte Trenthorst, Klein Wesenberg, Westerau, Klein Schenkenberg, Groß Barnitz, Groß Wesenberg, Klein Barnitz und Reecke mit den jeweiligen Ortsteilen. Im Januar 1920 betrug die Spendensumme 9822,05 Reichsmark.

 

Damit konnten die Arbeiten für das erste Ehrenmal mit 66 Gedenksteinen ausgeführt werden. Niemand ahnte, dass 25 Jahre später weitere 100 Gedenksteine für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges dazugestellt werden mussten. Jedes Jahr am Volkstrauertag ist es eine gute Tradition, dass die Gemeindevertreter, die Freiwilligen Feuerwehren aller Kirchspieldörfer, der Schützenverein, der Kirchenvorstand und viele Bürger am Ehrenmal gemeinsam eine Gedenkfeier abhalten und Kränze niederlegen.

 

Die parkähnliche Anlage des Ehrenfriedhofs ist leider in den letzten Jahrzehnten nicht wie ursprünglich vorgesehen regelmäßig gepflegt worden. Bereits vor zwei Jahren konnte in ehrenamtlicher Arbeit das zentrale Kreuz erneuert werden. Am Sonnabend wurde in einer gemeinschaftlichen Aktion der AAW Klein Wesenberg (Aktive Allgemeine Wählervereinigung), der FW Klein Wesenberg (Freie Wählergemeinschaft) und Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren der ungepflegte Baumbestand zurückgeschnitten.

 

Die dringend notwendigen und längst überfälligen Arbeiten wurden mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Selbstverständlich wurde kein Baum dabei gefällt,

 

Gleichzeitig wurde auch die Verkehrssicherheit der Anlage wieder hergestellt. Im Frühherbst sollen in einer weiteren Aktion alle 160 Gedenksteine gereinigt werden, sodass zum nächsten Volkstrauertag der Ehrenfriedhof wieder eine würdevolle Stätte des Gedenkens und Erinnerns an die Gefallen und Toten der beiden Weltkriege sein wird.

 

Besonderen Dank für die Organisation dieser Aktivitäten gehört dem Klein Wesenberger Bürgermeister Herbert David. (rh)

 

aus: „Stormarner Wochenblatt“ vom 21.03.2012