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Aufstehen für Gerechtigkeit


Martina Hasselwander, Sabine Möller, Michaela Hoch und Astrid Böttcher (v.l.) gestalten den Gottesdienst lebendig und mit viel Humor. Mitglieder aller Konfessionen sind herzlich willkommen. Foto fsh


 

 

Klein Wesenberg. Martina Haßelwander ist neu im Vorbereitungsteam zum Weltgebetstag der Frauen. "Ich wurde gefragt und bin einfach mitgegangen", erzählt die Klein Wesenbergerin. Und es gefällt ihr gut in der munteren Gruppe von 15 Frauen aus Zarpen, Hamberge und Klein Wesenberg. Im letzten Jahr besuchte sie den Weltgebetstag in Zarpen und war ganz begeistert. "Wir sind ein lustiger Haufen und haben viel Spaß zusammen", betont auch Michaela Hoch, die sich seit vielen Jahren im Team engagiert. Wenn man das Wort "Weltgebetstag" höre, denke man nur an Beten und Frömmigkeit, so Hoch. Doch dies sei ganz und gar nicht so. Der Kreis sei nicht nur für  Seniorinnen sondern für alle Generationen offen.

 

Im Gemeindehaus wird an jedem Mittwochabend im Februar ab 19 Uhr diskutiert, Musik gemacht, es werden Texte ausgesucht und ganz viel gemeinsam gelacht "Der Gottesdienst soll lebendig und modern gestaltet werden", sagt Organisatorin Ute Schlichling aus Trenthorst. Und. natürlich seien auch Männer herzlich willkommen! Anhand einer Gottesdienstordnung, die von Frauen aus Malaysia verfasst wurde. gestalten die Frauen aus den Kirchengemeinden Klein Wesenberg. Hamberge und Zarpen Inhalt und Ablauf.

 

Dabei lassen sie viele persönliche Ideen einfließen. Es soll eine Mischung aus Lesungen von Bibeltexten, Gesang und Musik sowie pantomimischen Darstellungen zu Bibelszenen werden. Dabei darf natürlich auch die Dekoration nach malaysischen Motiven nicht fehlen. Der Gottesdienst ist für alle Konfessionen offen,

 

"Wir möchten, dass die Weltgebetstagsbesucher etwas für sich mit nach Hause nehmen", erklärt Michaela Hoch. Die Liturgie des Gottesdienstes wird rund um den Globus an diesem Tag gestaltet - das sei eine faszinierende und bewegende Vorstellung, "Durch die Zeitverschiebung wird der Weltgebetstag rund um den Globus 24 Stunden lang abgehalten". ergänzt Schlichting.

 

Die Kollekte wird für soziale Projekte weltweit eingesetzt - nicht nur für das diesjährige Beispielland Malaysia. "Das ist Hilfe zur Selbsthilfe", erklärt Michaela Hoch. Nach dem Gottesdienst. der am Freitag. 2. März, um 16 Uhr in der Wesenberger Kirche stattfindet, servieren die engagierten Ehrenarntlerinnen Kaffee und Kuchen und malaysische Gerichte. In den drei Orten wird der Weltgebetstag seit über 20 Jahren von einern Frauenteam gestaltet. Viele sind von Anfang an dabei. "Wir freuen uns, wenn neue Frauen zu uns stoßen und mal hinein schnuppern". lädt Ute Schlichting Interessierte aus der Umgebung ein.

 

"Steht auf für Gerechtigkeit" - so das Motto 2012. Es stammt aus Malaysia, wo Menschen malayischer, chinesischer, indischer Herkunft und indigene Völker zusammen leben. Der Islam ist offizielle Staatsreligion. Ihm gehören rund 60 Prozent der Einwohner an. Daneben existieren Christentum. Buddhismus, Hinduismus und traditionelle Religionen. In der Gottesdienstordnung beschreiben die Frauen aus Malaysia den Reichtum ihres multikulturellen Landes. Aber sie nennen auch Probleme und Ungerechtigkeiten, zu denen sie als Christinnen nicht schweigen wollen.

 

Aus: Stormarner Tageblatt vom 15.02.2012