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Ein Riss geht durchs Dorf

 



Geplantes Baugebiet bedroht Schießanlage der Klein Wesenberger Schützen

 


 

KLEIN WESENBERG. Sommer, Sonne und viel Spaß hatten die Klein Wesenberger bei ihrem Schützenfest. Und trotzdem war in diesem Jahr die Stimmung im Festzeit und auf dem Gelände drum herum getrübt.

 

Vorausgegangen war dem Fest ein Streit mit der Gemeinde, die in unmittelbarer Nähe zur Schießanlage ein Baugebiet ausweisen möchte. Für das jedoch müsste die Schusszahl für Großkaliberwaffen begrenzt werden - von derzeit 6000 Schuss täglich auf maximal 1500 Schuss. Genau da liegt das Problem, denn die hohe Schusszahl war Teil einer Vereinbarung der Klein Wesenberger Schützen, durch die Fördermittel für die Schießanlage eingeworben werden konnten.

 

Jetzt wird es so dargestellt, als' wäre die Gemeinde vom Schützenverein überrumpelt worden. Dabei war sie in alle Planungen involviert", sagte Schützenbruder Guido Amlinger. Er befürchtet, dass. der Schießstand für längere Zelt geschlossen werden könnte, falls Umbauarbeiten erforderlich würden. "Sollte der Bürgermeister die bestehende Lizenz anfechten, müssten wir eine neue beantragen. Auch das .dauert wenigsten eineinhalb bis zwei Jahre", so Amlinger.

 

Registriert hatten nicht nur die Schützen, dass Bürgermeister Herbert David dem Schützenumzug, der wie in jedem Jahr der Höhepunkt des Schützenfestes war, diesmal fern blieb. Während er sonst immer in der ersten Reihe mitgelaufen ist, war es diesmal nur Pastor Erhard Graf, der gemeinsam mit den Schützen den Umzug vieler befreundeter Schützenvereine anführte.

 

Vorausgegangen war dem Schützenumzug am Sonnabend ein Preis- und Schnupperschießen auf den Schießständen. Abends sorgte dann Peter Jost mit flotter Tanzmusik für Stimmung im Festzelt. Am Sonntag wurde am gleichen Ort ein Gottesdienst abgehalten, der durch den Klein Wesenberger Kirchenchor begleitet wurde. Anschließend spielte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hammoor zu einem Pfingstkonzert auf, zu dem die Schützen die Bevölkerung zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatte. Abends war es dann die RSH-Party-Tour mit Volker Mittmann, die für Stimmung sorgte.

 

Leider kamen in diesem Jahr weniger Besucher als in den Jahren zuvor. Nicht nur Guido Amlinger hofft, dass es nicht so bleibt und dass sich der Riss, der momentan ganz offensichtlich durch das Dorf geht, wieder kitten lässt. • PD

aus: „Wochenspiegel Reinfeld“ vom 02.06.2012